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Agentursoftware für kleine Agenturen: Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Welche Agentursoftware passt zu einer kleinen Agentur? 7 Kriterien, eine Checkliste zum Kopieren und die häufigsten Fehler bei der Auswahl.

7 Min. Lesezeit

Montagmorgen in einer Agentur mit 15 Leuten. Die neue Anfrage liegt im Postfach der Geschäftsführung. Das Briefing steckt in einem Chat. Die Stunden vom Freitag stehen in einer Tabelle. Und wer den Kunden zuletzt angerufen hat, weiß niemand so genau.

Genau an diesem Punkt suchen viele kleine Agenturen nach einer Agentursoftware. Der Markt ist groß: von Agentur-ERP mit Buchhaltung bis zum schlanken Projekttool. Dieser Artikel hilft dir, die richtige Frage zu stellen, bevor du Demos buchst. Du bekommst sieben Kriterien, eine Checkliste zum Kopieren und die häufigsten Fehler bei der Auswahl.

Was ist eine Agentursoftware?

Agentursoftware ist ein Sammelbegriff. Gemeint ist Software, die den Agenturalltag rund um Kunden und Projekte abbildet. Je nach Anbieter steckt darin sehr Unterschiedliches:

  • Agentur-ERP: Projekte, Zeiten, Kalkulation, Rechnungen und oft Buchhaltung in einem System. Stark für größere Agenturen mit klaren Prozessen, aber meist aufwendig in der Einführung.

  • Projekt- und Zeittools: Boards, Aufgaben und Stunden. Schnell eingeführt, aber Kunden und Mails liegen woanders.

  • Workspace-Plattformen: CRM, Postfach, Projekte, Formulare und mehr in einem System. Weniger Buchhaltungstiefe, dafür eine gemeinsame Kundenakte.

Für eine kleine Agentur mit 10 bis 30 Leuten ist die wichtigste Frage deshalb nicht „Welches Tool hat die meisten Funktionen?“. Sondern: Wo lebt bei uns der Kunde, und wie viele Tools müssen wir öffnen, um ihn zu betreuen?

Warum kleine Agenturen andere Anforderungen haben

Große Agenturen haben Projektmanagement-Teams, eine eigene IT und Zeit für lange Einführungsprojekte. Kleine Agenturen haben das meist nicht. Bei euch macht die Projektleiterin auch Vertrieb, und der Entwickler kümmert sich nebenbei um die Tools.

Daraus folgen drei Anforderungen:

  1. Schnell startklar. Die Software muss in Tagen laufen, nicht in Monaten. Ohne Beratungsprojekt.

  2. Wenig Pflegeaufwand. Jedes Tool braucht jemanden, der Zugänge, Rechte und Integrationen pflegt. Je weniger Tools, desto weniger Pflege.

  3. Faire Preise bei Wachstum. Wenn du von 12 auf 18 Leute wächst, darf die Rechnung nicht explodieren.

7 Kriterien für die Auswahl deiner Agentursoftware

1. Eine Kundenakte für alles

Das wichtigste Kriterium. Öffnest du einen Kunden, solltest du Kontakte, Deals, Mails, Projekte und Formular-Anfragen an einer Stelle sehen. Wenn dein CRM nichts von deinen Projekten weiß, pflegt dein Team zwei Wahrheiten. Mehr dazu liest du in unserem Artikel CRM für Agenturen.

2. Ein gemeinsames Postfach statt privater Inboxen

In vielen Agenturen ist das Postfach das eigentliche CRM. Kundenmails verteilen sich auf private Konten. Fällt jemand aus, fehlt der Verlauf. Prüf, ob die Software eine Shared Inbox mitbringt: Mails zuweisen, Labels setzen und den Kontakt direkt daneben sehen. Wie du ein Team-Postfach sauber organisierst, zeigt unser Artikel Gemeinsames Postfach im Team.

3. Projekte, die zum Agenturalltag passen

Agenturprojekte sind selten gleich. Ein Website-Relaunch läuft anders als ein Social-Media-Retainer. Die Software sollte eigene Status pro Projekt erlauben, Board- und Listenansicht bieten und Aufgaben mit Subtasks und Checklisten können. Wichtig: Das Projekt muss am Kunden hängen. Tipps für die Praxis findest du in Projektmanagement in Agenturen.

4. Zeiterfassung direkt an der Aufgabe

Stunden, die erst am Freitagabend aus dem Gedächtnis nachgetragen werden, sind ungenau. Besser ist Zeiterfassung genau dort, wo gearbeitet wird: an der Aufgabe. Prüf auch, ob du Schätzung und Ist-Zeit vergleichen kannst. Und frag ehrlich nach, wie die Stunden in deine Abrechnung kommen. Nicht jedes Tool macht aus Stunden automatisch eine Rechnung.

5. Anfragen, die automatisch im CRM landen

Neue Anfragen kommen über das Kontaktformular, per Mail oder über einen Terminlink. Eine gute Agentursoftware bringt Forms und Booking-Seiten mit, die direkt im CRM landen. Dann tippt niemand Anfragen von Hand ab. Mit Automations kannst du daraus zum Beispiel gleich ein Onboarding-Projekt anlegen.

6. DSGVO und Hosting

Du verarbeitest Daten deiner Kunden und oft auch Daten der Kunden deiner Kunden. Prüf, wo die Daten liegen, ob eine AVV öffentlich verfügbar ist und welche Subprozessoren beteiligt sind. Eine ausführliche Anleitung bekommst du in unserer Checkliste für ein DSGVO-konformes CRM.

7. Preislogik, die mitwächst

Rechne die Kosten für heute und für in zwei Jahren durch. Achte darauf, wonach abgerechnet wird: nach Benutzern, nach Kontakten oder nach Modulen. Preise nach Kontaktzahl werden für Agenturen mit vielen Ansprechpartnern schnell teuer. Und zähl die Tools zusammen, die du ersetzen würdest. Erst dann siehst du den echten Vergleich.

Checkliste zum Kopieren

Kriterium

Frage an den Anbieter

Muss

Kann

Kundenakte

Sehe ich Kontakte, Deals, Mails und Projekte an einem Ort?

Shared Inbox

Kann das Team Mails gemeinsam bearbeiten und zuweisen?

Projekte

Eigene Status, Board und Liste, Subtasks?

Zeiterfassung

Zeit direkt an der Aufgabe, Soll-Ist-Vergleich?

Anfragen

Landen Formulare und Buchungen im CRM?

DSGVO

EU-Hosting, öffentliche AVV, Subprozessor-Liste?

Rollen

Wer darf was sehen und ändern?

Preis

Nach Benutzern, Kontakten oder Modulen?

Einführung

Wie lange bis zum produktiven Start?

Häufige Fehler bei der Auswahl

Mit der Feature-Liste starten

Wer Feature-Listen vergleicht, kauft oft das Tool mit den meisten Häkchen. Besser: Schreib eure drei wichtigsten Abläufe auf, zum Beispiel „Anfrage bis Angebot“, „Projektstart“ und „Monatsabschluss“. Dann prüf jedes Tool an diesen Abläufen.

Das ganze Team zu spät einbinden

Die Geschäftsführung wählt aus, das Team muss damit leben. Hol früh zwei, drei Leute aus Projektleitung und Umsetzung dazu. Sie merken schnell, wo es im Alltag hakt.

Alles auf einmal ersetzen wollen

Du musst nicht jedes Spezial-Tool ablösen. Design-Software, Ads-Tools oder die Buchhaltung dürfen bleiben. Konsolidiere zuerst das, was am Kunden hängt: CRM, Postfach, Projekte und Zeiten. Mehr dazu in All-in-one-Software vs. Einzeltools.

Migration unterschätzen

Plan den Umzug der Kundendaten bewusst. Räum vor dem Import auf, lösch Dubletten und übernimm nur Felder, die ihr wirklich braucht. Ein sauberer Start spart dir später viel Arbeit.

So sieht das mit YOWO7 aus

YOWO7 ist ein Workspace für kleine Teams und Agenturen. Unser Claim: Your Work. One Place. Das heißt konkret:

  • CRM mit Kontakten, Unternehmen, Deals und eigenen Objekten. Kontakte sind in jedem Plan unbegrenzt.

  • Shared Inbox für Firmenmail, mit Zuweisung, Labels und dem CRM-Kontakt neben dem Thread.

  • Projects mit Board und Liste, eigenen Status, Subtasks, Checklisten und der Verknüpfung zum CRM-Datensatz.

  • Zeiterfassung direkt an der Aufgabe, mit Wochen- und Monatsauswertung gegen die Kapazität.

  • Forms, Booking-Seiten, Email Marketing und Automations im selben Workspace.

  • Rollen Viewer, Member, Admin und Owner. Kernsysteme in der EU, AVV und Subprozessoren öffentlich.

Was YOWO7 nicht ist: ein Agentur-ERP mit Buchhaltung. Die Stunden werden nicht automatisch zur Rechnung. Wenn du genau das brauchst, sag es uns in der Demo. Wir sagen dir offen, was passt und was nicht.

Zum Preis: Der Plan Team kostet 99 € im Monat für 5 Benutzer, der Plan Business 149 € für 10 Benutzer. Jeder weitere Benutzer kostet 10 € im Monat. Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt. Details findest du auf der Preisseite. Einen Überblick für Agenturen bekommst du auf der Seite Agentursoftware von YOWO7.

Fazit: Erst die Abläufe, dann das Tool

Die beste Agentursoftware für kleine Agenturen ist die, die euren Alltag einfacher macht. Achte zuerst auf die gemeinsame Kundenakte, dann auf Postfach, Projekte und Zeit. Prüf Datenschutz und Preislogik genauso gründlich wie Funktionen. Und plan die Einführung so, dass dein Team schnell startklar ist.

Willst du sehen, wie das für deine Agentur aussieht? Buch dir eine Demo: 30 Minuten, live und unverbindlich. Wir gehen Anfrage, CRM, Shared Inbox und Projects gemeinsam an deinem Beispiel durch. Oder schau dir die Agentur-Seite an.

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Autorenprofil

Markus Holzner

Häufige Fragen

Was ist eine Agentursoftware?

Software, die den Agenturalltag rund um Kunden und Projekte abbildet. Das reicht vom Agentur-ERP mit Buchhaltung über Projekt- und Zeittools bis zu Workspace-Plattformen mit CRM, Postfach und Projekten.

Welche Agentursoftware passt für eine Agentur mit 10 bis 30 Leuten?

Eine, die schnell startklar ist, wenig Pflege braucht und Kunde, Mail, Projekt und Zeit verbindet. Prüf sie an euren drei wichtigsten Abläufen statt an der längsten Feature-Liste.

Muss eine Agentursoftware alle Tools ersetzen?

Nein. Design-, Ads- oder Buchhaltungs-Tools dürfen bleiben. Konsolidiere zuerst, was am Kunden hängt: CRM, Postfach, Projekte und Zeiten.

Ist YOWO7 ein Agentur-ERP?

Nein. YOWO7 ist ein Workspace mit CRM, Shared Inbox, Projects, Zeiterfassung, Forms, Booking und Automations. Eine Buchhaltung ist nicht enthalten, und die Stunden werden nicht automatisch zur Rechnung.